Kuratorische Projekte

Film Talents-Voices from Pakistan and Afghanistan
Kurzfilme aus Afghanistan und Pakistan

 
Künstler*innen: Meher Jaffri, Aaez Raza, Ammara Khalid, Sheherazad Siddiqui, SamidAli, Hamza Bangash, Zulfiqar Ali Qureshi, Khurram Sheikh, Tamanna Ayazi, Nida Mehboob, Samid Ali, Ali Rizvi, Maryam Altaf


Projektpräsentation 2019 im mp43-projektraum für das periphere


Als Partnerin der Berlin Art Week habe ich im September 2019 im mp43-projektraum für das periphere Kurzfilme von 13 Künstler*innen aus Pakistan und Afghanistan präsentiert.
Die Künstler*innen setzen sich kritisch mit der Gesellschaft ihrer Heimatländer auseinandersetzen. Es werden Themen wie Umweltzerstörung, AIDS und religiöse Spannungen innerhalb der Gesellschaft behandelt.

Anlass zu dem Projekt gaben die Ereignisse von 2015 in der Nähe des Projektraumes mp43.
2015 wurde die Gemeinschaftsunterkunft `Maxie Wander Straße` in fußläufiger Entfernung zu dem Projektraum eröffnet. In der Bevölkerung gab es einen enormen Widerstand gegen die Eröffnung und die Aufnahme von Menschen aus der Kriegsregion Afghanistan.
Bis heute Leben in der Gemeinschaftsunterkunft überwiegend Menschen aus Pakistan und Afghanistan. In ihren Heimatländern gehören sie in der Regel der christlichen Minderheit oder einer anderen Minderheit an, die (lebensbedrohenden) Repressalien ausgesetzt sind.

Mit dem Projekt Film Talents - Voices from Pakistan und Afghanistan wurde ein Kommunikationsraum sowohl für die alteingesessene Bevölkerung als auch für die neuen Bewohner*innen des Bezirks eröffnet. Das Projekt ermöglichte beiden Bevölkerungsgruppen sich kennenzulernen und sich im Gespräch auszutauschen.


Die Besonderheit der Kurzfilme: Sie geben die Innenansicht der Gesellschaft in Pakistan und Afghanistan wieder. Die Filmemacher*innen hatten bis zu dem Zeitpunkt der Herstellung der Kurzfilme ihre Heimatländer nicht verlassen.
Die Dokumentation von Flucht und Vetreibung spielte daher eine untergeordnette Rolle, vielmehr wurden die schwierigen Lebenswirklichkeiten der Protagonisstinnen beschrieben.

Die Kurzfilme sind 2018 im Rahmen eines mehrwöchigen Workshops des Goethe Institut Pakistan in Karachi und Lahore (Pakistan) entstanden. Die kritische Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Heimatland der Filmemacher*innen konnte nur in dem geschützten Rahmen des Workshops des Goethe Instituts entstehen. Die Filme können nur außerhalb von Pakistan und Afghanistan gezeigt werden, da die Filmemacher*innen in ihren Heimatländern Repressalien ausgesetzt wären.
Für das Format `Kurzfilme` gibt es in beiden Ländern keine Aufführungs- und Fördermöglichkeiten.




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